Die von SIQ Ljubljana für KOPUR durchgeführte Bewertung des Product Carbon Footprint zeigt die messbaren Einfluss von Sekundärmaterialien. Vier der fünf analysierten Produktgruppen erreichen einen Product Carbon Footprint von weniger als 1 kg CO₂e pro kg Fertigprodukt. Szenarioanalysen zeigen zudem, dass der Einsatz von Recyclingmaterialien anstelle von Primärmaterialien den CO₂-Fußabdruck um bis zu 83 % reduzieren kann.
4 von 5
Produktgruppen mit einem CO₂-Fußabdruck unter 1 kg CO₂e/kg
bis zu 83 %
PCF-Reduktion durch den Einsatz von Recyclingmaterialien¹
0,42 kg CO₂e/kg
niedrigster Wert der analysierten Produktgruppen
Von der Kreislaufwirtschaft zur messbaren Wirkung
Bei der Entwicklung und Herstellung von Lösungen für Schall-, Wärme- und Brandschutz setzt KOPUR verschiedene Sekundärmaterialien ein. Dazu gehören recycelter PU-Schaum, recyceltes Gummigranulat sowie interne Materialreste, die wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden können.
Um die damit verbundenen Auswirkungen zu quantifizieren, bewertete SIQ Ljubljana den Product Carbon Footprint von fünf wichtigen KOPUR-Produktgruppen:
Was bedeutet der Product Carbon Footprint?
Der Product Carbon Footprint (PCF) gibt die Treibhausgasemissionen an, die in definierten Phasen des Lebenszyklus eined Produkts entstehen. Die Emissionen unterschiedlicher Treibhausgase werden dabei in eine gemeinsame Einheit umgerechnet: CO₂e bzw. CO₂-Äquivalente.
Die Bewertung für KOPUR folgt dem Cradle-to-Gate-Ansatz. Berücksichtigt werden die Herstellung bzw. Aufbereitung der eingesetzten Materialien, deren Transport sowie die Herstellung des Fertigprodukts:
A1 – Rohstoffe → A2 – Transport → A3 – Produktion
Der Transport des Fertigprodukts zum Kunden, die Nutzungsphase sowie die Behandlung am Ende des Produktlebenszyklus sind nicht berücksichtigt.
Die Ergebnisse stellen Durchschnittswerte für die einzelnen Produktgruppen im Referenzjahr 2025 dar. Ein direkter Vergleich ist nur dann möglich, wenn Systemgrenzen, funktionale Einheiten, Methodik und Datenqualität vergleichbar sind.
Ergebnisse
Durchschnittlicher Product Carbon Footprint je kg Fertigprodukt für die jeweilige Produktgruppe.
| Produktgruppe |
CO₂-Fußabdruck kg CO₂e/kg |
| Produkte aus recyceltem PU-Schaum |
0,74 |
| FonKo |
0,42 |
| KOPURsoft |
0,63 |
| Sound Supreme Board |
0,51 |
| Produkte aus thermoformierten PES-Vliesstoffen |
3,83 |
Standortbasierte Methode, Referenzjahr 2025. Die Werte geben den durchschnittlichen CO₂-Fußabdruck von 1 kg Fertigprodukt innerhalb der jeweiligen Produktgruppe an.
Was passiert, wenn Recyclingmaterial durch Primärmaterial ersetzt wird?
Diese Frage wurde anhand von Szenarioanalysen untersucht. Für Produkte mit recyceltem PU-Schaum wurde ein hypothetischer CO₂-Fußabdruck unter der Annahme berechnet, dass anstelle des recycelten PU-Schaums Primär-PU-Schaum eingesetzt wird. Dabei blieben die Transportbedingungen unverändert und es wurde von demselben Lieferanten sowie denselben Materialmengen ausgegangen. Ein vergleichbares Szenario wurde für KOPURsoft untersucht, wobei recyceltes Gummigranulat durch primären synthetischen SBR-Kautschuk ersetzt wurde.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Materialwahl einen wesentlichen Einfluss auf den CO₂-Fußabdruck des Endprodukts haben kann.
Produkte aus recyceltem PU-Schaum
Daten als Grundlage für weitere Verbesserungen
Die Bwewrtung des Product Carbon Footprint schafft ein klareres Bild davon, in welchen Bereichen des Produktlebenszyklus die größten Umweltauswirkungen entstehen und bei welchen Material- und Prozessentscheidungen das größte Verbesserungspotenzial liegt.
Die Ergebnisse für 2025 bestätigen den Entwicklungsansatz von KOPUR, der auf einer effizienten Ressourcennutzung, dem Einsatz von Sekundärrohstoffen und der Rückführung von Materialien in den Produktionskreislauf basiert.
Für KOPUR bilden diese Ergebnisse eine Grundlage für die weitere Reduzierung von Emissionen und die Entwicklung von Produkten mit einem noch geringeren CO₂-Fußabdruck. Kunden und Partner erhalten zugleich transparente Informationen über die Umweltauswirkungen der Produkte innerhalb der Lieferkette.
Die Bewertung wurde unter Bezugnahme auf international anerkannte Normen und Methoden durchgeführt, darunter ISO 14067, ISO 14044, das Greenhouse Gas Protocol – Product Life Cycle Accounting and Reporting Standard sowie PAS 2050.
SIQ Product Carbon Footprint Statement (PCF-2026-01128) →
Mehr über den Nachhaltigkeitsansatz von KOPUR →
¹ Die Szenarioanalysen vergleichen den Einsatz ausgewählter Sekundärmaterialien mit hypothetischen Szenarien unter Verwendung von Primärmaterialien. Grundlage sind die in der SIQ-Studie definierten Annahmen. Die Ergebnisse sind nicht als direkter Vergleich mit Produkten anderer Hersteller zu verstehen.